
Achtung: Diese Verfahren
benötigen giftige Chemikalien. Der Author lehnt jede Haftung bei
Unfällen jeglicher Art ab.
Benötigtes
Material:
| Material |
Erhältlich
in: |
| Fotopositiv
beschichtete Leiterplatte |
Elektronikfachgeschäft |
| UV-Lampe
|
Elektronikfachgeschäft |
| 2
Schalen, säure- und laugenbeständig. |
Drogerie |
2
Flaschen für die Aufbewahrung der Chemikalien.
!!Keine Getränkeflaschen verwenden, da
Verwechslungsgefahr besteht!!! |
Drogerie |
| Entwikler |
Elektronikfachgeschäft |
| Ätzmittel
(z.B Eisen III-Chlorid oder Feinätzkristall) |
Elektronikfachgeschäft |
| Gummihandschuhe
(Wie sie zum Abwaschen verwendet werden) |
Supermarkt |
| Pinsel |
Supermarkt |
| Kaffefilter/ Trichter |
Supermarkt |
| Layout
der gewünschten Schaltung. Am besten mit Laserdrucker oder
Kopierer auf Klarsichtfolie gedruckt. |
Folie: Bürofachgeschäft
Layoutdruck: Siehe weiter unten. |
Genaue Vorgehensweise:
Vorbereitung:
Die Schutzfohlie von der Platine abziehen. Von nun an sollte diese
keinem starkem Licht ausgesetzt werden, solange das Layout nicht auf
ihr liegt. Ausserdem sollte die Kupferseite nicht berührt werden,
damit sie fettfrei bleibt.
Das Layout wird auf
die Platine gelegt, und mit einer Glasplatte beschwehrt.
Belichten
Die UV-Lampe sollte nun in einem Abstand von ca 50 cm senkrecht
von oben auf die Platine gerichtet werden. Mit den Belichtungszeiten
muss etwas experimentiert werden, da sie mit jeder Lampe anders sind.
Je nach dem dauert es etwa zwischen 4 und 12 Minuten. Wenn ma nach dem
Belichten bei genauerem hinschauen bereits die Umrisse der Leiterbahnen
erkennt, ist das bereits ein gutes Zeichen.
Entwickeln
Die Platine wird in die Schale mit dem Entwikler gelegt. Mit dem
Pinsel streicht man nun darüber, bis der Fotolack dort weg ist
wo belichtet wurde und das Kupfer zum Vorschein kommt. Der Fotolack
mus unbedingt vollständig weg sein. Die Hände sollten mit
Gummihandschuhen geschützt werden.
Die Platine und den
Pinsel mit Wasser abspülen.
Ätzen
Die Platine wird in die Schlae mit dem Ätzmittel gelegt. Dieses
sollte auf ca. 30 Grad erhitzt werden. Nun wird mit dem Pinsel das Kupfer
Schicht für Schicht weggestrichen bis die Leiterbahnen erscheinen.
Die Hände müssen unbedingt mit Gummihandschuhen geschützt
werden.
Anschliessend die Platine
wieder mit Wasser abspülen, und den Fotolack der noch auf den Leiterbahnen
liegt mit etwas Brennsprit wegwischen.
Bevor das Ätzmittel
versorgt ist sollte es mittels eines Kaffefilters vom aufgenommenem
Kupfer getrennt werden.
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Nützliche
Tipps und Hinweise:
Der Entwikler
wird schlecht,wenn er zu lange an der Luft steht. Der Entwiklungsvorgang
sollte daher rasch ausgeführt werden und der Entwikler in
einer absollut luftdichten Flasche aufbewahrt werden.
Handschuhe,
Pinsel, Platinen, Schalen und andere Gegenstäne die mit einer
der beiden Chemikalien in Berührung kamen müssen gut
gewaschen werden bevor sie mit der zweiten Flüssigkeit in
Kontkt treten. Da sonst die Chemikalien an Wirkung verlieren.
Das Ätzmittel
erwärmt man am besten indem man die Flasche in der es aufbewahrt
wird in heisses Wasser legt.
Eisen III Chlorid
verursacht Flecken die nicht mehr weg gehen. Unbedingt Unterlage
benützen und alte Kleidung tragen.
Wenn es beim
ersten mal nicht funktioniert, nicht entmutigen lassen. Ich selbst
musste es das erste mal 6 Versuche durchführen bis ich einen
halbwegs brauchbaren Print geätzt habe.
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Was passiert
beim Ätzen?
Querschnitt durch eine Platine während
des Ätzvorganges
Bild 1: Die
fotopositiv beschichtete Leiterplatte: Grün ist der Fotolack,
orange das Kupfer und braun das Basismaterrial..
Bild 2: Das
Layout (schwarz) wird auf die Platte gelegt. Durch Bestrahlung
mit der UV-Lampe wird der Fotolack dort instabil gemacht wo das
Layout ihn nicht bedeckt. (weiss-grüne Stellen)
Bild 3: Die
Plattine wird in den Entwikler(blau) gelegt. Dieser entfernt den
Fotolack dort wo er UV-Bestrahlt wurde. Die unbestrahlten Stellen
bleiben erhalten.
Bild 4: Die
Kupferstellen die entfernt werden sollen liegen jetzt frei da.
Bild 5: Durch
das Ätzmittel (gelb) wird das Kupfer an den besagten Stellen
weggeätzt. Die Fotoschicht schützt die Stellen die die
Leiterbahnen verkörpern.
Bild 6: Die
Leiterbahnen sind entstandent, und die Platte wird sichtbar.
Bild 7: Die
restliche Fotoschicht, die immer noch die Leiterbahnen bedeckt
kann problemlos mit Brennsprit entfernt werden.
Die Platine ist fertig.
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